Reisetagebuch 29. November
Gestern Morgen sind wir um 9 Uhr aufgestanden und haben auf der Dachterasse gefrühstückt.
Anica‘s Ohr tat seit dem Schnorcheln am Vortag leider immer mehr weh, also haben wir die liebe Hazel vom Travellers Inn gefragt, was wir machen sollten. Sie meinte, wir sollen ins Spital gehen. In Coron gibt es zwei: das Coron District Hospital, ein lokales öffentliches Spital, und die East Sea Clinic, eine Privatklinik. Hazel empfahl uns zwar das District Hospital, weil es viel günstiger ist, aber nachdem wir die Bewertungen angeschaut hatten und die East Sea Clinic ganze 141 5-Sterne Bewertungen hatte, war die Sache eigentlich schon entschieden. Geld spielte in diesem Fall weniger eine Rolle und wir wollten die bestmögliche Behandlung.


Zwischendurch hatte sich noch eine fette Kakerlake in unserem Zimmer breitgemacht. Das Ding hat einen richtigen Speedrun hingelegt und sich am Schluss in Elias Taucherbrille verschanzt.
Hazel bot uns an, das Zimmer zu reinigen, aber wir lehnten ab, weil es ja nur ein einzelnes Tier war und wir sowieso keine Ahnung hatten, wie das da reingekommen ist.
Dann machte sich Anica auf den Weg zur Privatklinik, die nicht nur die besseren Bewertungen hatte, sondern auch viel näher lag als das Hospital. So konnte ich durch die Strassen zum Coron District Hospital laufen, habe auf dem Weg noch Geld abgehoben und wurde im Spital sehr freundlich empfangen. Ich musste einmal meine Daten angeben und kaum hatte ich im Wartebereich Platz genommen, wurde ich schon ins Zimmer gerufen. Dort wurden meine Werte gecheckt, Blutdruck, Gewicht, Größe und alles drum und dran.
Kurz darauf kam die Ärztin, hörte sich meine Geschichte an und entschied dann, mein Ohr auszuspülen. Dazu bekam ich Öl ins Ohr, das zuerst 20 Minuten einwirken musste. Danach wurde gespült und zum Glück konnte sie feststellen, dass mein Trommelfell in Ordnung war. Nach einem zweiten Spülgang durfte ich die Klinik verlassen, mit der Aufforderung 7 Tage Antibiotikum zu nehmen und nicht ins Wasser zu gehen, bis die Schmerzen vorbei sind. Zusätzlich bekam ich noch stärkeres Schmerzmittel als mein Paracetamol für den Notfall verschrieben.


Trotzdem wollten wir den Tag nicht einfach so beenden. Also machten wir uns auf den Weg zum Mount Taipas, um den Sonnenuntergang zu sehen. Rund 600 Treppenstufen lagen vor uns. Anica schnaufte sich tapfer hoch, angeschlagen vom Ohr und den Schmerzen, aber mit einer riesigen Portion Willenskraft, weil sie genau wusste, dass uns dort oben etwas Wunderschönes erwartet.
Oben war es ein bisschen bewölkt, deshalb sahen wir nur einen halben Sonnenuntergang, aber trotzdem war der Moment magisch. Der Schweiss lief, der Ausblick lohnte sich und irgendwie tat es gut, kurz abzuschalten.

Beim Gipfelkreuz machten wir noch ein paar schöne Aufnahmen, bevor wir wieder runterliefen und uns ein thailändisches Restaurant suchten, das Anica ausgesucht hatte. Elia musste sich vorher bei seinem Vater Thomas schlau machen, wie diese spezielle Suppe heisst, die er zuhause immer mit seinen Freunden kocht – Tom Yung Kong. Genau die bestellte er dann auch und sie war der absolute Oberhammer, richtig spicy, richtig nice. Anica hatte eine Pad Thai mit Shrimp, das sie mega glücklich machte.


Zum Dessert gab es noch Mango Sticky Rice mit Kokoseis, perfekt als Abrundung. Danach ging es zurück ins Zimmer und wir fielen müde und zufrieden ins Bett.






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