Reisetagebuch 27. November 2025
Am Donnerstagmorgen wachten wir in unserem wunderschönen Glamping Igloo auf. Der Tag begann perfekt, denn wir hatten uns für einen Morgenschwumm im Pool verabredet. Das Wasser war angenehm, die Stimmung romantisch und irgendwie war es einfach ein richtig schöner Start in den Tag.

Danach gab es in der Unterkunft wieder ein super feines Frühstück, inklusive unserer geliebten Bananen-Shakes. Wir überfrassen uns wie immer ein wenig, bevor wir zurück ins Igloo gingen, um zu packen. Denn danach ging es schon Richtung Fährhafen.

Your content gUnd dort begann das Chaos. Die philippinische Kultur ist natürlich komplett anders als in Europa, aber das, was wir am Fährhafen in El Nido erlebt haben, war wirklich die unterste Schublade. Schlechter organisieren hätte man das kaum können. Was als easy Zwischenstopp geplant war, endete in stundenlangem Anstehen und frustrierten Reisenden.

Zuerst standen wir rund eine Stunde in der prallen Sonne. Wir hatten noch keine Papiertickets und wussten nicht, wo wir diese erhalten sollten. Dann schickten uns die Coastguards zurück zum Reisebüro, obwohl wir am Abend davor genau dort abgeklärt hatten, dass wir direkt zum Hafen sollen. Also wieder zurück ins Reisebüro. Die sagten, alles sei gut, wir müssen zu den Verantwortlichen am Hafen. Nur: Die Verantwortlichen fand man schlicht nicht. Uns wurde gesagt, sie seien “in der Menge”. Tja, dumm nur, dass die Filipinos etwas kleiner sind und der ganze Wartebereich voller Europäer war. Wir sahen rein gar nichts.

Statt die Kontrolle einfach vor den Wartebereich zu stellen, damit jeder weiss, was zu tun ist, platzierte man die Mitarbeiter mitten im Gedränge. Und dann fahren alle Fähren gleichzeitig los, gehören alle dem gleichen Betreiber, und natürlich verpassen ständig Leute ihre Fahrt, weil man das Boarding kaum erkennt. Es wurde nur kurz durchgerufen, dass das Schiff ablegt, und dann war es das. Pure Ratlosigkeit überall.
Wir kämpften uns irgendwann durch die Meute und fanden zufällig zwei Mitarbeiter in den besagten dunkelroten Shirts. Dort mussten wir die Hafengebühr zahlen, 200 PHP pro Person. Danach ging es weiter zum Eingangsbereich, wo wir noch mindestens eine Stunde im Schatten warten mussten. Immer wieder rannten Leute völlig gestresst an uns vorbei, in der Hoffnung, doch noch rechtzeitig auf ihre vorherige Fähre zu kommen.
Irgendwann tauchte unsere Fähre endlich auf und wir durften auf den Steg. Das Handgepäck mit unseren Wertsachen behielten wir natürlich bei uns. Die grossen Rucksäcke dagegen musste man einfach vor das Schiff stellen und dann boarden. Drinnen ergatterten wir gerade noch die letzten zwei Fensterplätze.

Die Sitze waren tatsächlich bequem, aber wir wollen lieber nicht wissen, wann die das letzte Mal gereinigt wurden.

Als alle Passagiere an Bord waren, warfen die Mitarbeiter das ganze grosse Gepäck einfach kreuz und quer im Passagierraum auf einen Haufen. Was Elia verwunderte: Am Vortag hatte er auf einem Schild gelesen, dass die Fähre 2600 PHP kostet und Free Snacks dabei seien. Diese Snacks fanden wir aber nirgends. Elia machte sich auf die Suche und fand nur eine Snackbar, wo man bezahlen musste. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass die alte Anzeige von einem Jahr war. Wahrscheinlich hatte sich das Free-Snack-Konzept nicht rentiert, weil die Europäer alles leer gegessen hatten. Klassiker.
Zum Glück hat Anica immer Snacks dabei, also mussten wir nicht verhungern. Das angepriesene Starlink-WiFi funktionierte leider nicht, obwohl sie damit gross Werbung machten. Also konnten wir nur bedingt organisatorische Dinge erledigen. Dafür war die Aussicht vom Deck aus wunderschön. Wir wechselten uns ab und genossen das Panorama. Beim Ablegen war das Wetter traumhaft, aber je näher wir Coron kamen, desto mehr wurde es zu Regen und Gewitter.

Nach einer Verspätung von etwa eineinhalb Stunden kamen wir zum Glück sicher in Coron an. Kurz vor Ankunft gab es sogar doch noch Snacks, jeder bekam eine kleine Wasserflasche und eine Fudge Bar im Cappuccino-Geschmack. Immerhin etwas.

Am Fährhafen mussten wir nochmals 200 PHP pro Person zahlen. Danach versuchten wir, ein Tuk Tuk zu finden. Rund 30 Fahrer sprangen uns gleichzeitig an, aber Anica wimmelte sie gekonnt ab. Wir wollten einen halbwegs fairen Preis und fanden schliesslich einen Fahrer, der uns für 200 PHP statt 300 PHP mitnahm. Er brachte uns direkt ins Hotel.

Dort wurden wir herzlich empfangen und konnten sofort einchecken. Das Zimmer war klein, aber völlig ausreichend. Ein Bett, ein Schrank, eine Klimaanlage, ein Fenster, das eigentlich keins war, sondern ein Fake-Vorhang, der die Abwasserrohre verdeckte. Dafür war das Internet unfassbar schnell, das schnellste der ganzen Reise. 260 MBit Download, 130 Upload. In den Philippinen ist das fast schon Luxus.

Unsere Hotel-Mami Hazel empfahl uns ein Local-Food-Restaurant, wo wir für rund 6 Euro pro Person inklusive Getränk und Suppe richtig gut assen. Ein philippinisches Fleischgericht mit Reis und feiner Suppe.

Zum Abschluss des Abends wollten wir unbedingt ein Eis. Fanden es aber zuerst nicht, weil wir ein wenig zu verpeilt waren. Stattdessen gönnten wir uns Churros.

Später fanden wir dann doch noch die Eisdiele und holten Frozen Yogurt und Schoko-Softeis. Sehr verdient und sehr lecker.







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