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27 | Zwischen Wellen, Regen und Erinnerungen – Anica’s letzter Surf-Traum in Siargao

von Anica Feser | Dez. 19, 2025 | 0 Kommentare

Reisetagebuch 12. Dezember 2025

Der Tag begann früh – um 9 Uhr war unsere Surflesson gebucht. Entsprechend zeitig machten wir uns auf den Weg ins Beach Baby Café, wo wir mit zwei Bowls in den Morgen starteten. Als wir dann auch noch entdeckten, dass es Mangolassi gab, war das Frühstück perfekt: Bowl und Mangolassi in einem schnuckligen kleinen Café in General Luna – besser hätte der Tag kaum beginnen können.

Danach ging es weiter zum Abfahrtshafen für die Surflesson.

Für den Unterricht wollten wir wieder die gleichen Lehrer wie am Mittwoch. Leider war Anica‘s Lehrer krank, sodass spontan seine Tochter einsprang. Erst später erfuhren wir, dass sie an diesem Tag sogar Geburtstag hatte – und trotzdem extra Zeit für uns opferte. Gemeinsam mit 5–6 Leuten fuhren wir mit dem Boot hinaus. Gesurft wurde diesmal bei Daku Island, da dort die Wellen besser sein sollten.

Für Anica ging es direkt auf die ersten Wellen, während Elia versuchte, sie mit der Drohne aufzunehmen. Die Wellen waren richtig gut, der Spot allerdings sehr crowded, was das Surfen nicht ganz einfach machte. Trotzdem hatten wir beide ein paar richtig gute Wellen. Auch wenn Anica bei der Surflesson nicht ganz so viel lernte wie bei der letzten Surf Session, war es eine perfekte Abschluss-Surflesson vor dem Heimflug.

Zwischendurch setzte prasselnder Regen ein, sodass Anicas Gruppe angewiesen wurde, nur noch eine letzte Welle zu nehmen und dann rauszugehen. Bei Elia kam diese Info offenbar nie an – sie blieben noch länger im Wasser, was aber kein Problem war. Anica verbrachte die Wartezeit auf dem Boot mit netten Gesprächen: mit einer Australierin im Philippinen-Urlaub, einer Chinesin, die seit einem halben Jahr auf Siargao lebt und dort surft, und natürlich mit Mary, der Geburtstags-Surferin. Eine richtig schöne Mädelsrunde, bis die Jungs zurückkamen.

Nach der Surflesson waren wir – wie so oft – ziemlich überfahren, aber sehr glücklich. Nach drei erfolglosen Versuchen, eine externe SSD Speicherplatte für Elia zu finden, fuhren wir schließlich zurück zur Unterkunft. Dort sind wir noch kurz an den Strand um unsere zuvor ergatterten Weckle für preisgünstige 5PHP pro Stück im Straßenverkauf zu verzehren. Und dann ging’s auch direkt ins Zimmer, wo wir erstmal eine Runde Schlaf nachholten.

Bevor wir mittags unsere große Shoppingtour starteten, machten wir Halt im Green Wave Café, das wir morgens bei der SSD-Speicherplatte-Suche entdeckt hatten. Der gute Eindruck bestätigte sich sofort: ein süßes Café mit richtig leckeren Frappé-Kaffees – genau das Richtige als Auftakt.

Danach ging es auf Ultra-Shopping-Tour durch General Luna. Wir machten gefühlt jeden Laden unsicher und fanden deutlich mehr als geplant. Bereits am Vortag hatten wir uns an einem Straßenstand jeweils einen Geldbeutel als Souvenir gekauft. Heute kamen noch Bücher dazu, Anica fand einen Ring mit einer kleinen Surferwelle – eine dauerhafte Erinnerung an Siargao und Elia – und außerdem noch ein Strandtuch. Das absolute Highlight: Nach gefühlt endlosem Suchen wurden wir endlich fündig und entdeckten ein grünes Partner-Siargao-Surfer-T-Shirt, das wir als gemeinsame Erinnerung mit nach Hause nehmen werden.

Am Abend ging es dann gemütlich zum Street-Food-Abendessen – philippinisch, ganz nach Anica‘s Wunsch, um wirklich alles mitzunehmen. Elia probierte Bulalo, eine typische Suppe mit Knochenfleisch, Mais und Erbsen. Ganz überzeugt war er nicht. Anica wählte Chicken mit Reis und einer richtig leckeren Soße. Die angekündigte Salatbeilage entpuppte sich zwar als ein Salatblatt mit zwei Gurkenscheiben, aber bei dem günstigen Preis konnte man sich wirklich nicht beschweren.

Auf dem Heimweg gönnten wir uns noch Eis an einer Eisdiele mit fancy Sorten: Anica nahm Ube-Cheesecake, was richtig fein war! Wir beide probierten ein mysteriöses Siargao-Eis, dessen Inhalt niemand so genau kannte, das aber richtig gut schmeckte, und Elia dazu noch Salz-Karamell.

Dann der Schreckmoment: Unser Roller war plötzlich nicht mehr da, wo wir ihn vermutet hatten. Zum Glück erinnerten wir uns daran, ihn während der Shoppingtour umgeparkt zu haben aber keiner wusste mehr wohin. Mit Eis in der Hand ging es also auf Rollersuchaktion – letztlich mit Erfolg. Die geplante Tanzsession in General Luna fiel dadurch zwar aus, aber das war schnell vergessen.

Stattdessen gingen wir nochmal kurz ans Meer, um das Zirpen der Dschungeltiere, das Rauschen der Wellen und die besondere Ruhe nochmal zu genießen bevor wir zurück ins Zimmer gingen, unsere Sachen packten und schließlich ins Bett fielen. Denn klar war: Am nächsten Morgen würden wir wieder früh rausmüssen.

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