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13 | Coron Ultimate Day Tour – 7 Stopps

von Elia Meierhofer | Dez. 18, 2025 | 0 Kommentare

Reisetagebuch 28. November 2025

Am 28. November haben wir uns für die Ultimate Island Tour in Coron entschieden, eine Tagestour mit sieben Stopps, die wir uns vorher schon rausgesucht hatten. Wir machten uns am Morgen fertig, Elia packte seine sieben Sachen inklusive Drohne in seinen sexy, gelben, wasserdichten Beutel und dann warteten wir auf die Abholung. Zur Abwechslung waren die Philippinos diesmal überpünktlich. Offiziell hiess es zwischen 8 und 9, doch kurz vor 8 stand der Van schon da, während wir noch am Frühstück saßen.

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So starteten wir etwas überrascht, aber gut gelaunt in den Tag.

Der Van brachte uns zum Hafen, wo alle Gäste gesammelt wurden. Dort begrüßte uns unser Guide und wir mussten dann noch rund eine Stunde warten. Genug Zeit, um uns noch ordentlich mit Sonnencreme einzuschmieren, bevor es dann endlich aufs Boot ging. Unsere Gruppe bestand aus etwa 15 Personen, alle bunt durchmischt und uns komplett unbekannt.

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Beim Rausfahren aus dem Hafen mussten wir kurzzeitig alle unsere Schwimmwesten anziehen, damit die Küstenwache zufrieden ist, aber kaum war das Boot draussen, wurden sie wieder ausgezogen. Die Fahrt selbst war schon ein Highlight, rundherum traditionelle philippinische Holzboote, die Richtung Lagunen unterwegs waren, wie ein kleiner Konvoi in tropischem Paradies.

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Unser erster Stopp war der Kayangan Lake, bekannt als der klarste See Asiens. Wir mussten das Boot verlassen, wobei hier beim Aussteigen auf „Men first“ geachtet wurde.

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Der Weg zum See fuehrte über enge, rutschige Treppenstufen, die voller Touristen waren. Jeder musste eine Rettungsweste mitnehmen, nicht zwingend tragen. Der Grund waren zwei Todesfälle 2017, als ein Mann im See einen Krampf bekam und sein Freund ihn retten wollte, beide aber ertranken. Ein tragisches Ereignis, das heute die Sicherheitsregeln bestimmt.

Der Kayangan Lake war schön, aber leider nicht so klar, wie wir erwartet hatten. Mit so vielen Touristen wurde der Boden ständig aufgewühlt und die Sicht war entsprechend trüb.

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Elia mietete sich Flossen für 150 PHP, eine sehr gute Entscheidung, denn damit konnte er viel weiter und tiefer tauchen.

Nach etwa einer Stunde ging es weiter zum Barracuda Lake, der für uns beide eines der absoluten Highlights des Tages wurde.

Kristallklares, tiefes Süsswasser, kaum Touristen, steile Felswände, die unter Wasser fast futuristisch aussahen. Die Kombination aus Ruhe, Tiefe und dem Sonnenschein, der später auf die Wasseroberfläche fiel, war einfach unglaublich. Die Aufnahmen, die wir dort machten, gehören definitiv zu unseren Lieblingsmomenten.

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Dann fuhren wir zu einem kleinen, verlassenen Strand, wo es Mittagessen gab. Vor dem Essen gingen wir schnorcheln und sahen viele Fische, Zebrafische, Papageifische, Muschelwesen und Seeigel, um die man besser einen Bogen macht, weil sie extrem weh tun können. Das Buffet war richtig lecker: Fisch, Ananas, Melonen, traditionelles Adobo Pork, Nudeln und Shrimps. Elia stellte gleich mal einen Shrimp Rekord auf, denn aus seiner Tischhälfte ass außer Anica niemand sonst Shrimps.

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Danach machten wir eine Runde mit einem durchsichtigen Kajak zum Nachbarstrand und beobachteten die  Über- und Unterwasserwelt.

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Elia liess dort auch noch seine Drohne steigen und fing epische Aufnahmen ein, bevor es weiterging zu zwei Schnorchelspots, dem Coral Garden und einem weiteren Riff. Beide waren voller Leben, aber leider hatten wir wenig Zeit, weil der Tag straff durchgeplant war.

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Weiter ging es zum Skeleton Wreck, einem Schiffswrack, das etwa 8 Meter tief liegt. Man kann den Bug des Schiffs deutlich erkennen, weshalb es ein beliebter Schnorchelspot ist. Leider war dort eine ganze Masse Touristen und viele fütterten die Fische an, was zwar schön aussah, aber für uns nicht wirklich vertretbar war.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir zu unserem zweiten Highlight, dem Twin Lagoon. Anica paddelte mit dem Kajak hinaus, während Elia die Drohne steigen liess und wahnsinnig schöne Shots machte. Die Lagunen sind aus der Luft besonders beeindruckend, weil man den Kontrast vom tuerkisfarbenen Wasser zum dunklen Blau perfekt sieht.

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Wir paddelten gemeinsam durch die Lagunen, zusammen mit vielen anderen Leuten, aber es war trotzdem sehr romantisch und schön. Zwischen den Lagunen gibt es eine kleine Höhle, durch die viele nicht durch wollten. Dadurch waren wir dort plötzlich ganz allein. Wir dachten zuerst auch, das geht doch nie im Leben, aber unser Guide war zum Glück zur Stelle und zeigte uns den Weg.

Er grinste nur und meinte, wir sollen uns einfach hinlegen. Also machten wir es uns im durchsichtigen Kanu bequem, streckten uns ganz aus und liessen uns vom Guide lachend durch die Höhle schieben. Anica blieb kurz mit dem Kopf am Kajak hängen, was noch für einen Lacher sorgte. Der ganze Moment war richtig witzig und irgendwie total surreal.

Danach gingen wir noch im Twin Lagoon schwimmen. Das Besondere an dieser Lagune ist, dass sich dort Grundwasser und Meerwasser vermischen. Da Salzwasser und Süsswasser unterschiedliche Dichten haben, schichten sie sich. Das fühlt sich richtig speziell an. Die Wasseroberfläche war kalt, aber sobald man etwas tiefer tauchte, wurde es warm. Man merkte die Temperaturveränderung richtig am ganzen Körper.

Gleichzeitig wurde die Lagune plötzlich extrem tief. Das Wasser wechselte von türkis zu dunkelblau, fast schwarz, und man sah keinen Boden mehr. Bis zu 30 Meter Tiefe meinte unser Guide. Es sah mega creepy aus, als würde man in einen endlosen Abgrund schauen. Unser Guide warnte uns auch, dass man hier Handy oder GoPro nicht fallen lassen sollte. Wenn etwas runterfällt, kommt man da nur mit Sauerstoff wieder ran, sonst ist es für immer weg.

Kurz danach war die Tour leider schon vorbei. Wir waren fix und foxi, richtig ausgelaugt von all den Eindrücken, der Sonne und dem vielen Schwimmen.

Am Abend hatten wir Lust auf etwas Europäisches. Das philippinische Essen ist wirklich gut, aber nach einer Weile sehnt man sich einfach wieder nach etwas Vertrautem. Also suchten wir uns eine Pizzeria. Die Filipinos geben sich da echt Mühe, auch wenn es nicht ganz an unseren Standard rankommt, aber hey, sie versuchen es und das ist schön.

Wir nahmen beide die gleiche Pizza. Anica gab ihr eine 7 von 10, Elia eher eine 6 von 10, aber sie war absolut okay. Sie war sogar im Holzofen gemacht, frisch, in den Philippinen, auf einer Dachterrasse mit schöner Aussicht..

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Und das Beste: Im Restaurant musste man die Schuhe ausziehen. Das ist eine alte philippinische Tradition. Man zieht in den Wohnungen die Schuhe aus, und das ist auch in unserem Hotel so. Man rennt einfach barfuss rum. Manche würden jetzt sagen, das sei nicht hygienisch, aber wer das nicht mag, kann ja in Socken rumlaufen. Hauptsache wohlfühlen.

Noch bevor wir ins Bett gingen, wurde der Abend dann plötzlich weniger entspannt. Anica bekam auf einmal starke Schmerzen im rechten Ohr. Sie hatte schon vorher ein bisschen Probleme damit gehabt, aber jetzt wurden die Schmerzen richtig heftig. Wir sagten uns zuerst, dass wir abwarten und schauen, ob es besser wird. Doch es wurde eher schlimmer.

Also machten wir uns noch einmal auf den Weg, um eine Apotheke zu suchen. Das war um die 22 Uhr, und wie wir schnell merkten, hatten leider schon fast alle Apotheken geschlossen. Die eine, die noch offen war, meinte, dass sie nur Antibiotika verkauft und sonst nichts. Kein Schmerzmittel, keine Tropfen, einfach nichts. Das fanden wir schon ziemlich schräg. In den Philippinen ist es generell so, dass Apotheken nicht alle das Gleiche haben. Jede führt irgendetwas anderes. Man muss manchmal mehrere abklappern, bis man das findet, was man wirklich braucht.

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Wir gingen dann zurück ins Hotel und hofften, dass die Schmerzen über Nacht nicht schlimmer werden. Damit ging unser 28. November zu Ende, ein Tag voller Highlights, aber leider auch der Beginn von Anicas Ohrgeschichte.

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