Reisetagebuch 6. Dezember 2025
Der Tag begann früh – zumindest für Elia. Um 6:15 Uhr ist er losgezogen, barfuß vor die Haustür, direkt an den Strand, um den Sonnenaufgang einzufangen. Die Surfer im Wasser waren dann aber doch interessanter als der Sonnenaufgang 😀


Um 8:00 Uhr wurden wir dann bei unserer Unterkunft abgeholt. Mit einem Tuk-Tuk! Die Fahrt nach Pacifico sollte eigentlich nur 3,5 km dauern… am Ende waren es dann doch 10 km – aber egal. Es war aufregend, witzig, ein bisschen eng, aber dafür kurzweilig und super authentisch. Unser Fahrer ließ uns direkt bei der Surfschule von unserem Host raus. Die Zimmer waren allerdings erst ab 9 Uhr bereit, also haben wir die Wartezeit mit einem Frühstück im Café der Surfschule überbrückt.

Und was für einem: Zwei gigantische Smoothie Bowls, perfekt gekühlt, fruchtig, cremig, wunderschön dekoriert. Elia war das natürlich nicht genug und bestellte sich zusätzlich noch einen Smoothie-Shake mit Granola – quasi Frühstück Nummer zwei. Später merkte er, dass es vielleicht etwas ambitioniert war, aber lecker war’s allemal.

Gegen 9 Uhr konnten wir dann in unsere Unterkunft einchecken: Basic, aber sauber, angenehm, mückenfrei, ohne wilde Naturmaterialien, keine Ratten, keine Möwen, keine Kakerlaken – bis jetzt. Perfekt für unsere erste Nacht.
Danach zog es uns erstmal an den Pacifico Beach. Elia beobachtete fasziniert die Surfer, während ich die Chance nutzte, schnell ins Wasser zu hüpfen. Warum die Surfer so spannend waren? Heute wurden die größten Wellen der Woche gesurft: 3,5 Meter hoch! Und draußen waren nur etwa zehn Locals – alles absolute Pros. Es sah unglaublich eindrucksvoll aus.

Um 12:30Uhr sind wir dann zu den Rock Pools . Wir mussten pünktlich sein, da man dort nur bei Low Tide rein kann. Bei high Tide sind die Pools mit Wasser überspült und die Strömung ist zu stark.



Hungrig fuhren wir anschließend ins Dorf für ein spätes Mittagessen – eigentlich mit Blick auf die Surferboys, was nicht klappte. Dafür fanden wir eine kleine Perle: ein Restaurant, in dem laut Besitzerin das beste Chicken Adobo weit und breit wie bei Mama serviert wird. Wir bestellten also Chicken Adobo und Chicken Curry. „Mama“ verschwand in die Küche, um alles frisch nur für uns zu kochen. Währenddessen stellte sie uns ein Schachbrett hin. Elia brachte mir die Regeln bei – und mit ein klein wenig Hilfe setzte ich ihn sogar Schachmatt. Das Essen danach war himmlisch.

Als wir gerade aufbrechen wollten, kam noch der Brötchen-Tuk-Tuk vorbei: „Puff, puff, oder so ähnlich rief der Lautsprecher. (In Siargao wird alles durch Strassenverkauf so angekündigt – Eis, sonstige Speisen, die Müllabfuhr oder das Alteisen) Für 5 PHP pro Stück bekamen wir so die besten Brötchen der ganzen Philippinen – weich, süßlich, fluffig, fast wie eine kleine Dampfnudel. Dazu gab’s einen Espresso der Restaurantbesitzerin. Perfekt.

Die Zeit verflog. Aus unserem geplanten 14:30 Surf wurde ein 16:30 Surf. Aber dafür durften wir beim Paddeln auf dem Meer sitzen und den ersten richtig schönen Sonnenuntergang von dort aus, mit nur zwei weiteren Surfern beobachten. Die Wellen waren winzig, der Surf nicht besonders erfolgreich – aber das Licht, das Meer und die Stimmung waren magisch.
Auf dem Heimweg dann das Highlight: eine riesige Krabbe mitten auf der Straße. So ein gigantisches Krabbentier hatten wir beide noch nie gesehen. Zurück in Pacifico gönnten wir uns noch einen frischen Obstteller und ein Mango Float.


Völlig überfressen und sonnenverbrannt fielen wir schließlich wieder in unsere Unterkunft zurück. Ein vollgepackter, sonniger, köstlicher, überraschender und wunderschöner Tag.






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