Reisetagebucheintrag 2. Dezember 2025
Der heutige Tag war von Anfang bis Ende einfach magisch. Elia und ich sind früh aufgestanden, weil der Morgen so klar und sonnig war – perfekte Bedingungen für den Sardin Run in Moalboal. Schon um 6:30 Uhr saßen wir auf dem Roller und starteten unseren kleinen Roadtrip.
Während Anica wegen ihrer anhaltenden Ohrenentzündung leider draußen warten musste, ist Elia ins Wasser gehüpft und wurde erneut belohnt: die Sardinenschwärme waren beeindruckend wie eh und je, dicht wie schimmernde Wolken unter der Meeresoberfläche. Und sogar ein paar Schildkröten hat er heute wieder sehen können.
Nach diesem frühen Abenteuer sind wir direkt zurück zum Hotel, wo uns ein herrliches Frühstück erwartet hat – richtiges Toastbrot, Spiegelei, Marmelade. Ein simpler, aber perfekter Start in den Tag.

Als wäre das nicht schon genug, konnten wir vom Hotel aus Schildkröten im kristallklaren Wasser entdecken! Elia ist daraufhin nochmal direkt ins Meer gehüpft und hat tatsächlich wieder eine erwischt, während Anica von oben sogar zwei beobachten konnte. Ein echtes Highlight, so etwas direkt vom Hotel aus erleben zu dürfen.
Gut gestärkt haben wir uns dann auf unsere Scooter-Tour begeben – unser Alternativplan, weil Canyoning wegen Anica’sOhr ausfiel.
Erster Stopp: Zip-Line an den Kawasan Falls. Und was für ein Adrenalinkick! In Superman-Position über die Landschaft zu fliegen war ein Erlebnis, das uns beiden noch lange im Gedächtnis bleiben wird.


Danach gab’s gleich den nächsten Nervenkitzel: Ein Einheimischer hat uns beide zusammen auf seinem Moped den engen Weg zurück zur Zip-Line gefahren – ein Weg, auf dem uns wirklich niemand entgegenkommen durfte. Zum Glück ging alles gut, und wir konnten im Anschluss über unsere eigene Mutprobe lachen.

An einem Streetfood Stand haben wir uns noch ofenwarme gebackene Bananen als Snacks für zwischendurch geholt.
Danach fuhren wir weiter zu den Canbais Waterfalls – bewusst nicht zu den überfüllten Kawasan Falls. Und das war absolut die richtige Entscheidung. Nur eine Handvoll anderer Touristen war dort, und ein paar einheimische Kinder zeigten uns sogar den Weg zu einem zweiten, noch größeren Wasserfall.
Der große Wasserfall, mitten im Dschungel, war atemberaubend. Zeitweise hatten wir ihn komplett für uns. Als der Regen einsetzte und die letzten Besucher verschwanden, wurde es richtig mystisch und ein bisschen unheimlich. Besonders als wir zurück zum ersten Wasserfall mussten – allein, die Kinder verschwunden, und das Wasser leicht steigend. Aber alles ging gut, und Elia konnte noch ein paar wunderschöne Drohnenshots machen.



Von dort aus ging es für uns weiter quer durch die Berge – eine Fahrt, die allein schon ein Erlebnis war. Die Landschaften, die Palmen, der Dschungel, die kleinen Hügel. Und überall Kinder am Straßenrand, die uns zuwinkten, mit strahlenden Gesichtern. Dieses Kinderlachen – das ging direkt ins Herz.

Unser letzter Stopp war der Casino Viewpoint. Wieder ein abgelegener Ort, wieder eine kleine Eintrittsfee. Der Weg hinauf war still und leicht unheimlich, und oben angekommen standen wir allein auf der Plattform – eingehüllt in dichten Nebel.
Doch statt umzudrehen, warteten wir. Und wir wurden belohnt: Der Nebel verzog sich, der Blick auf die Chocolate Hills von Cebu öffnete sich, und über allem erstrahlte ein Abendrot, das schwer in Worte zu fassen ist. Ein Gänsehautmoment, begleitet vom Summen der Drohne und der Stille der Berge.


Als wir wieder runterkamen, war es bereits stockdunkel – und die Heimfahrt wurde damit das nächste Abenteuer. Die Straßen waren teilweise holprig, an zwei Stellen sogar halb weggebrochen, kaum ausgeschildert. Zwei Mal stockte uns der Atem. Aber auch hier: Glück gehabt.

Auf den Schreck haben wir uns während der einstündigen Fahrt an einem Streetfood Stand noch zwei gegrillte Hähnchenbrüste geholt, bevor wir noch tanken und zum ATM gegangen sind.

Zurück am Hotel orderten wir Essen beim Restaurant nebenan, das uns sogar direkt geliefert wurde. Wir ließen den Tag gemeinsam auf der Terrasse ausklingen, mit Blick auf das dunkle Meer und den Nachthimmel, begleitet von der Musik des Weihnachts-Events auf der gegenüberliegenden Seite.

Ein Tag voller Abenteuer, Überraschungen, Nervenkitzel und unvergesslicher Momente. Abends waren wir müde – aber überglücklich.






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