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25 | Wellen, Reifenpanne und kleine Überraschungen

by Anica Feser | Dec 19, 2025 | 0 comments

Reisetagebuch 10. Dezember 2025

Heute begann unser Tag noch vor Sonnenaufgang. Müde, aber motiviert, machten wir uns früh auf den Weg zu unserer geplanten Surftour. Unterwegs holten wir uns im Corner Café schnell ein Stück Bananenbrot – eine kleine Stärkung, bevor es richtig losging. Um 7.30 Uhr legte das Boot der Surfschule ab und brachte uns hinaus zum Reef, wo uns grosse Wellen und zwei geduldige Surfcoaches erwarteten.

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Bildschirmfoto 2025-12-16 um 23.25.39

Schon nach den ersten Minuten im Wasser war klar: Das würde ein besonderer Morgen werden. Die Wellen waren beeindruckend hoch und liefen perfekt, sodass man sie gefühlt ewig reiten konnte. Anica meisterte direkt beim ersten Versuch ihre erste wirklich grosse grüne Welle – ein Moment, auf den sie schon lange hingefiebert hatte. Und es folgten noch einige super lange Wellen während der Surf-Lesson. Auch Elia erwischte eine Welle nach der anderen. Zweieinhalb Stunden lang waren wir praktisch nonstop im Wasser, und obwohl es unglaublich anstrengend war, fühlte sich jede Minute lohnend an. Es entstanden richtige Glücksgefühle! Die letzten Meter zurück zum Boot hatten es in sich: Die Sets wurden immer kräftiger, und der Rückweg war weit. Doch die Freude über die gelungene Surfsession überwog alles.

Zurück in Siargao brachten wir die Bretter zurück und fuhren ins Hotel, erschöpft, aber überglücklich. Wir wollten uns eigentlich Frühstücksbowls aufs Zimmer bestellen, um zuerst in Ruhe zu duschen. Doch wie so oft in den Philippinen fehlte eine entscheidende Zutat – diesmal die Mango – und das Gericht war nicht verfügbar. Auch im Café daneben wurden wir nicht fündig, denn dort gab es kein richtiges Frühstück. Also entschieden wir uns, mit dem Roller in ein anderes Restaurant zu fahren.

Doch unser Plan wurde abrupt gestoppt: Kaum hatten wir die steile Hotelausfahrt überquert, rutschte der Hinterreifen plötzlich von der Felge. Mitten auf der Strasse standen wir da – der Roller instabil, und wir kurz davor, umzufallen. Zum Glück konnte Anica den Lenker festhalten und den Roller sicher abfangen. Wir schoben ihn zur Seite und informierten das Hotel. Die Mitarbeitenden reagierten sofort, kontaktierten den Vermieter, und eine halbe Stunde später stand bereits ein Ersatzroller für uns bereit.

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Da wir langsam wirklich hungrig wurden, gingen wir zu Fuss ins nächstgelegene philippinische Restaurant mit guten Bewertungen. Wir bestellten einen hawaiianischen Burger und das für das Restaurant bekannte Gericht mit Crispy Nudeln und Shrimps, bei dem man die Sauce selbst über die Nudeln giesst. Der Burger kam zuerst und sah köstlich aus. Als wir jedoch die Nudeln mischen wollten, entdeckten wir auf dem Ei zwei kleine Maden. Die Bedienung nahm das Gericht kommentarlos mit, verschwand in der Küche und brachte uns nach rund zwanzig Minuten ein neues – wieder mit Ei. Der einzige Kommentar: „Jetzt ist alles frisch.“ Wir beschlossen, uns nicht weiter zu ärgern und assen trotzdem. Der Iced Ube Latte war am Ende tatsächlich das Highlight des Restaurants.

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Nach einer kurzen Pause im Hotel fuhren wir abends nach General Luna. Dort entdeckten wir eine lokale Bäckerei, in der wir eigentlich nur zwei Snacks kaufen wollten, aber am Ende mit sechs verschiedenen Backwaren herauskamen. Danach schlenderten wir durch Geschäfte und schauten Souvenirs an. Viele Läden verlangten, dass man die Schuhe auszieht, was für Elia – mit Turnschuhen und Socken unterwegs – etwas unpraktisch war. Deshalb sahen wir viele Geschäfte nur von draussen.

Unterwegs holte sich Elia noch etwas vom Barbecue, später gönnten wir uns ein Eis. Zufällig trafen wir ein Pärchen wieder, das wir schon in El Nido kennengelernt hatten – ein unerwartet schöner Moment. Anschliessend setzten wir uns in ein kleines Restaurant, tranken Fruchtshakes und hörten etwas Livemusik, bevor wir noch Mangos und Zitrusfrüchte am Obststand kauften.

Auf dem Weg zur Unterkunft ist uns noch ein riesiger schwarzer Centipede entgegengekrochen. Bestimmt 15-20cm lang. Ein echt faszinierendes Tier, wenn man es nur von weitem betrachten muss. In der Wohnung würde ich so einem nicht begegnen wollen. Nach diesem ereignisreichen Tag freuen wir uns darauf, morgen endlich einmal auszuschlafen.

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