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23 | Anica & Elia – müde, glücklich und voller Salzwasser

by Anica Feser | Dec 19, 2025 | 0 comments

Reisetagebuch 8. Dezember 2025

Heute hat unser Tag unglaublich früh begonnen – aber für einen guten Zweck: Surfen! Schon um halb sieben sind wir in Pacifico losgefahren, um pünktlich um sieben am Secret Paradise Beach im Norden von Siargao zu sein. Ein Strand, von dem alle sagen, er sei noch richtig ruhig und ursprünglich … tja, das hat sich dann vor Ort eher als Märchen herausgestellt. Schon beim Ankommen standen unzählige Autos und Roller herum, so Secret war der Strand definitiv nicht mehr. Trotzdem war er wunderschön: feiner Sand, weite Sicht, ein sanfter Wind und natürlich perfekte Wellen.

Wir haben unsere Boards gemietet, Anica bekam ein 8 Fuss Longboard, Elia ein 9 Fuss Longboard. Kaum waren wir am Strand, tauchte zufällig der Surflehrer wieder auf, den wir vor ein paar Tagen kennengelernt hatten. Also haben wir kurzerhand beschlossen, uns beide noch eine Surfstunde zu gönnen. Anica hatte dabei definitiv das bessere Los gezogen – ihr Lehrer konnte richtig gut Englisch, während Elia Lehrer eher … sagen wir: kommunikativ minimalistisch unterwegs war. Aber gut, bisher war es auch immer anders herum, sodass sich das heute irgendwie fair anfühlte.

Anica hat in der Stunde ihre ersten echten grünen Wellen erwischt und das mit einer Leichtigkeit, die richtig beeindruckend war. Das Gefühl, einfach loszusurfen und vom Meer getragen zu werden, war für sie ein absolutes Highlight. Elia hingegen hatte trotz Sprachbarriere auch mega viel Spass. Sein Lehrer konnte die Wellen gut einschätzen und hat ihm gezeigt, welche er anpaddeln sollte. Nach ein paar Fehlversuchen hatte Elia dann richtig schöne, lange Runs, strahlendes Grinsen inklusive.

Als wir aus dem Wasser kamen, stand wie aus dem Nichts ein Strassenverkäufer bereit. Anica hat sich sofort einen Protein-Tofu-Bubble-Shake geschnappt – und direkt für Elia mitbestellt. Überraschenderweise war das Zeug echt lecker, warm, nahrhaft und nach dem Surfen genau das Richtige.

Nur einen kleinen Dämpfer gab es: Elia hat sich beim Rausgehen am Reef ordentlich die Zehen und Beine aufgeschürft. Sein Surflehrer ist einfach aus dem Wasser gelaufen, ohne irgendwas zu sagen, und hat am Strand nur sein Board zusammengepackt – sehr hilfreich.

Danach sind wir schnell zurück nach Pacifico gedüst, weil wir um elf aus dem Zimmer mussten. Die Zeit bis zum Tuktuk haben wir dann gemütlich im Café unseres Hosts verbracht. Anica hat erneut ihre geliebte Smoothie Bowl gegessen und Elia hat etwas Einheimisches ausprobiert: Silog – und war damit sehr zufrieden.

Mit dem Tuktuk ging es dann für 1500PHP ganz in den Süden nach General Luna – die letzte gemeinsame Unterkunft unserer Reise.

Der Weg zur Unterkunft war ein bisschen verschlungen.

Über eine Wendeltreppe kommt man in den ersten Stock zur Eingangstüre.

Drinnen wartet eine geräumige Küche, ein Sofa, viel Platz – ein echtes Highlight!

und oben im zweiten Stock ein Bett mit Blick auf Palmen und das Meer.

Ein Traum – der perfekte Ort für unsere letzten gemeinsamen Tage.

Von der Unterkunft ist man innerhalb von einer Minute am Meer, deshalb sind wir noch kurz zum Meer gelaufen.

Später sind wir noch zum berühmten Cloud-9-Surfspot gefahren. Dort haben wir den Surfern zugeschaut – von gigantischen Wellen bis ganz kleinen war alles dabei. Es hat total Lust gemacht auf die nächsten Surfversuche.

Als es zu regnen begann, sind wir zurück in unsere Unterkunft und haben uns zum Abschluss Pizza bestellt. Eigentlich eine super Idee. Nur haben wir nicht eingeplant, dass die Philippinos auch beim Liefern langsam sind. Nach 1,5h kam dann unsere Pizza. Und vor lauter Hangry sein, haben wir uns direkt die ganze Soße, die mitgeliefert wurde auf der Pizza verteilt. Dadurch waren die Pizzen dann so scharf, dass man die Pizza geschmackstechnisch nicht mehr beurteilen konnte. Aber der Hunger war so groß.. irgendwie haben wir dann trotzdem alles aufgegessen.

Und jetzt liegen wir glücklich, zufrieden und müde im Bett – ein Tag voller Meer, Wellen, Sonne, Regen, Pizza und lauter kleiner Momente, die unvergesslich bleiben.

Ein rundum perfekter Tag – mit ein bisschen Reef-Peeling für Elia und einem Pizza Disaster als Abschluss.

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